Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) für die Konzeption und Durchführung von Dialog- und Workshopformaten
Die 1607 gegründete Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) ist eine traditionsreiche Forschungsuniversität. Inspiriert von der Neugier auf das Unbekannte ermöglichen wir rund 25.000 Studierenden und 5.800 Beschäftigten, Wissenschaft für die Gesellschaft voranzutreiben. Gehen Sie zusammen mit uns neue Wege und schreiben Sie Erfolgsgeschichten – Ihre eigene und die der Universität.
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Wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in (m/w/d) für die Konzeption und Durchführung von Dialog- und Workshopformaten
Die Stelle ist in dem drittmittelfinanzierten Projekt „Transformativer Dialog zu Antisemitismus und Islamfeindlichkeit im Kontext des Nahostkonflikts – Eine Studie im Rhein-Main-Gebiet“ (Teilprojekt 5.4) angesiedelt, das Teil des LOEWE-Verbundprojekts „Dynamiken des Religiösen (DynaRel)“ ist. Die Beschäftigung erfolgt befristet gemäß § 2 WissZeitVG und § 72 HessHG mit Gelegenheit zur eigenen wissenschaftlichen Qualifizierung an der Professur für Islamische Theologie mit dem Schwerpunkt muslimische Lebensgestaltung am Institut für Islamische Theologie des Fachbereichs Geschichts- und Kulturwissenschaften. Bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 TV-H.
Sie werden, soweit die zulässige Höchstdauer einer befristeten Beschäftigung nicht überschritten wird, bis zum 31.12.2029 beschäftigt.
Ihre Aufgaben im Überblick
Das Forschungsprojekt untersucht Prozesse interreligiöser Verständigung und gesellschaftlicher Kohäsion im Kontext antisemitischer und antimuslimisch-rassistischer Dynamiken nach dem 7. Oktober 2023. Im Zentrum der ausgeschriebenen Stelle stehen die Konzeption, Durchführung und Moderation von Workshops und Dialogformaten, die als experimentelle Räume in Anlehnung an Nilüfer Göle und Herbert C. Kelman gestaltet werden. Die Stelle setzt die Workshop- und Dialogformate operativ um und arbeitet dabei eng mit der Projektleitung und der Post-Doc-Stelle des Teilprojekts zusammen.
- Akquise von Teilnehmer/innen aus Schulen, Universitäten, weiteren Bildungseinrichtungen und religiösen Communities im Rhein-Main-Gebiet zur Durchführung der Workshops gemäß den Vorgaben des Forschungsdesigns
- Aufbau, Organisation und kontinuierliche Pflege von Netzwerken sowie Durchführung von Vor-Ort-Terminen zur Projektvorstellung und Planung und Organisation der Workshops (einschließlich Raumorganisation, Terminkoordination und Finanzplanung)
- Konzeption dreiteiliger, aufeinander aufbauender Workshopformate (à vier Stunden) zu Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit in Übereinstimmung mit der Forschungsfrage und dem Forschungsinteresse
- Durchführung und Moderation der Workshops: Leitung interaktiver Gruppenprozesse und Problemlösungsworkshops; sensibler Umgang mit Erfahrungen von Antisemitismus, Muslimfeindlichkeit und Rassismus
- Dialogische Reflexion, Erprobung und Optimierung der Workshop-Konzepte in einem Competence Center gemeinsam mit Expert/innen
- Evaluation der Workshops durch die Entwicklung geeigneter Evaluationsinstrumente (z. B. Fragebögen, Feedbackformate) sowie systematische Erfassung und Dokumentation der Ergebnisse
- Zusammenführung der Ergebnisse in Zusammenarbeit mit der Post-Doc-Stelle sowie Mitwirkung an der Erstellung von Publikationen und wissenschaftlichen Vorträgen
- Mitwirkung an der Einwerbung von Drittmitteln für die Durchführung der Workshops
Das Erbringen wissenschaftlicher Dienstleistungen (einschließlich der Bearbeitung eines aus Mitteln Dritter befristet finanzierten Forschungsvorhabens) dient zugleich der wissenschaftlichen Qualifizierung. Die Vorbereitung bzw. Anfertigung einer eigenen Qualifikationsarbeit (Promotion) im thematischen Umfeld des Projekts ist möglich.
Ihre Qualifikationen und Kompetenzen
- Mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master oder vergleichbar) in Religionswissenschaft, Soziologie, Islamischer Theologie, Erziehungswissenschaft oder einem verwandten Fachgebiet
- Nachgewiesene Moderationserfahrung sowie hohe didaktische und soziale Kompetenz in der Leitung interaktiver Gruppenprozesse und Problemlösungsworkshops
- Ausgeprägtes Organisationstalent sowie sehr gute Kommunikationsfähigkeit
- Erfahrung in der Netzwerkarbeit (Schulen, Bildungseinrichtungen, religiöse Communities) sowie in der Akquise von Kooperationspartner*innen
- Kenntnisse in der empirischen Sozialforschung, insbesondere in Samplingverfahren, qualitativen Methoden und Evaluation
- Fundierte Kenntnisse und hohe Sensibilität in den Themenfeldern Antisemitismus und Muslimfeindlichkeit sowie ein sensibler Umgang mit entsprechenden Diskriminierungserfahrungen
- Erfahrung in der politischen Bildung, Antidiskriminierungs- oder Dialogarbeit
- Schreibkompetenz für die Mitwirkung an Publikationen und die Erstellung wissenschaftlicher Vorträge
- Selbstständige, strukturierte und teamorientierte Arbeitsweise sowie Reisebereitschaft im Rhein-Main-Gebiet
Unser Angebot an Sie
- Mitarbeit in einem interdisziplinären Forschungsverbund mit hoher wissenschaftlicher und gesellschaftlicher Relevanz
- Möglichkeit zur Promotion im thematischen Umfeld des Projekts
- Kollegiales Arbeitsumfeld und Unterstützung bei wissenschaftlichen Qualifizierungszielen
- Eine abwechslungsreiche Tätigkeit mit flexiblen Arbeitszeiten
- Die kostenlose Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (LandesTicket Hessen)
- Mehr als 100 Seminare, Workshops und E-Learning-Angebote pro Jahr zur persönlichen Weiterbildung sowie vielfältige Gesundheits- und Sportangebote
- Eine Vergütung nach TV-H, betriebliche Altersvorsorge, Kinderzulage sowie Sonderzahlungen
- Die gute Vereinbarkeit von Familie und Beruf (Zertifikat „audit familiengerechte hochschule“)
Für weitere Rückfragen steht Ihnen Frau Prof. Dr. Naime Cakir-Mattner per E-Mail (naime.cakir-mattner@uni-giessen.de) gerne zur Verfügung.
Die JLU begrüßt qualifizierte Bewerbungen unabhängig von biologischem und sozialem Geschlecht, Behinderung, Nationalität, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion, Weltanschauung, Alter sowie sexueller Orientierung und Identität. Die JLU strebt gemäß Frauenförderplan einen höheren Frauenanteil an; deshalb bitten wir qualifizierte Frauen nachdrücklich, sich zu bewerben. Die JLU ist als familiengerechte Hochschule zertifiziert. Bewerbungen Schwerbehinderter werden bei gleicher Eignung bevorzugt.
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